Malaysia Tourismus

Sabah auf Borneo

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Das abenteuerliche Malaysia präsentiert sich dem Besucher vor allem auf der Insel gelegenen Bundesstaaten Sabah und Sarawak. Die Naturwunder dieser Region begeistern auch den anspruchsvollen Ökotouristen und den Abenteuersuchenden. Bergsteiger finden in Sabah ihre Herausforderung auf dem Mount Kinabalu in Sabu und die Meeresparks beider Bundesstaaten bieten Tauchfreunde ein praktisch unberührtes Paradies mit einer farbenprächtigen Vielfalt von Meeresflora und -fauna.

Übersicht über Sabah

Sabah, mit rund 75.000 Quadratkilometer der zweitgrößte Staat von Ostmalaysia, wurde früher, aufgrund seiner Lage unterhalb des Taifungürtels auch Land unter dem Wind genannt. Üppiger, tropischer Regenwald bedeckt das Gebirgsland und an der rund 1.440 Kilometer langen Küste wartet noch so manch Sandstrand entdeckt zu werden.

Die Hauptstadt von Sabah, Kota Kinabalu, zugleich östliches Tor nach Malaysia, liegt in einer fruchtbaren Ebene und ist mit Malaysian Airlines bequem zu erreichen. Darüber hinaus ist Kota Kinabalu in das Flugnetz des Low-Cost-Carriers Air Asia ab Bangkok, Kuala Lumpur, Johore Bahru und Manila sowie Tiger Airways ab Singapur eingebunden.

© Malaysia Tourism. Blick auf das Sutera Harbour Resort in Kota Kinabalu.

Im 9. Jahrhundert wurde Sabah von mehreren Stammesfürsten regiert, deren Einfluss sich zwar auf das direkte Stammesgebiet konzentrierte doch gab es bereits Handelsverbindungen mit China und später auch mit Spanien und Portugal. Nachdem die Region im 15. Jahrhundert Vasallenstaat von Brunei war trat 1705 der Sultan von Brunei das Gebiet östlich der Marudu-Bucht an den Sultan von Sulu ab. In den frühen achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts pachtete ein amerikanischer Händler schließlich Sabah vom Sultanat Brunei, woraus wenig später die North Borneo Chartered Company wurde, die Sabah bis zur japanischen Besatzung verwaltete bevor der Staat zunächst britische Kronkolonie wurde und sich im Rahmen der Unabhängigkeit 1963 den Staatenbund Malaysia anschloss.

West-Sabah & Kota Kinabalu

Die heutige Hauptstadt von Sabah, Kota Kinabalu, früher auch unter dem Namen Jesselton bekannt, wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört und nach sorgfältiger Planung 1967 neu errichtet so dass sich die heutige Stadt mit ihren rund 15.000 Einwohnern als großzügige Ansiedlung mit einem nebeneinander europäischer, malaiischer und chinesischer Kulturen präsentiert.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Kota Kinabalu gehören die Staatliche Mosche mit ihrer goldenen Kuppel im Zentrum und auch vom nahe gelegen Signal Hill haben Sie einen schönen Blick über Stadt und Küste sowie das Staatliche Museum Sabah am Bukit Istana Lama (hinter der Staatlichen Moschee gelegen), das im Stile eines Langhauses der Volksgruppe der Rungus bzw. Murut errichtet wurde. Neben einer großen Ansammlung historischer Schätze zählen zu den Höhepunkten die Keramiksammlung sowie die Nachbauten traditioneller Häuser von sechs Ethnien in Originalgröße. Zu den neuen Meilensteinen in Kota Kinabalu gehört das 31 Stockwerke umfassende, an der Likas-Bucht gelegene, Gebäude der Sabah Foundation – ein futuristischer Turm mit 72 Ecken.

© Malaysia Tourism. Zu den neuen Meilensteinen in Kota Kinabalu gehört das Gebäude der Sabah Foundation.

Immer einen Besuch lohnen auch die offenen Straßenmärkte bzw. Tamus, die jeden Sonntag an der Jalan Gaya stattfinden sowie der Zentralmarkt: Am Ufer entlang zieht sich ein quasi schwimmendes Dorf, der Kambung Ayer, wo Ausflugs-, Fischer- und Handelsboote dicht an dicht vertäut sind. Vor allem am frühen Morgen lässt sich beobachten wie Fischer ihren Fang direkt auf die Markttische entladen und Kadazan-Frauen ihre frischen Früchte und Gemüse von ihren Höfen am Fuße des Mount Kinabalu anpreisen.

Strände und Meersparks in Kota Kinabalu

Der von Palmen und Casuarina-Bäumen gesäumte Strand Tanjung Aru liegt am westlichen Stadtrand von Kota Kinabalu. Hier finden u.a. den Kinabalu Yacht Club sowie den Prince Philipp Park Das besonders schön in direkter Nähe zu einem Nationalpark gelegene Tanjung Aru Strandhotel bietet einen Ausblick auf die idyllische Inselwelt.

Der Tunuk Abdul Rahman Park, in rund zwanzig Minuten mit dem Schnellboot von Kota Kinabalu aus zu erreichen, ist ein 50 Hektar großer Meerespark, zu dem fünf Inseln gehören – idealer Platz für einen erholsamen, gemütlichen Tag am sauberen, weißen Strand. Schnorcheln und Tauchen ist hier ebenfalls möglich.

Jeweils rund dreißig Autominuten von Kota Kinabalu entfernt liegen die Anlagen des Nexus Resort Karambunai, die ich in einem Naturschutzgebiet mit einem sechs Kilometer langen Strand befindet, sowie das am Pantai Dalit Beach befindliche Shangri-La’s Rasa Ria Resort.

Nähere Umgebung von Kota Kinabalu

Die hübschen kleine Ort Tuaran und Papar liegen jeweils rund eine halbe Autostunde von nördlich bzw. südlich von Kota Kinabalu entfernt; die landschaftlich reizvollen Strecken durchqueren grüne Reisfelder und üppige Dschungellandschaften. Weitere dreißig Minuten von Tuaran, mit seinem Kautschukplantagen und einer besuchenswerten Agrarstation, entfernt liegt das schwimmende Dorf von Mengkabong, einer Ansiedlung der Baju Laut, so genannte (ehemalige) Seenomaden. Für das schwimmende Dorf wurden Stelzen in den Meeresgrund gebohrt, auf denen die Häuser, in Reihen angeordnet, errichtet und mittels Plankenwegen verbunden wurden.

Rund achtig Kilometer nördlich von Kota Kinabalu bzw. leicht nordöstlich von Tuaran liegt die Kleinstadt Kota Belud, die jeden Sonntag zum Leben erwacht wenn hier der Wochenmarkt stattfindet, der auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens ist.

Nur eineinhalb Stunden von Kota Kinabalu entfernt liegt westlich im Landesinneren von Sabah Tambunan, gelegen inmitten einer lieblichen Landschaft mit Reisfeldern und sanften Hügeln. Besonders auffällig ist die Dominanz von Bambus im Landschaftsbild, die aus einer Verordnung aus der Kolonialzeit herrührt, wonach für jedes geschnittene Bambusrohr zwanzig Bambusschösslinge neu gepflanzt werden mussten. Tambunan bietet sich als Ausgangspunkt für die Besteigung der der Crocker-Bergkette oder für eine Rafting-Tour auf dem Fluss Pegalan an. Lohnende Ziele in der näheren Umgebung sind aber auch das hundertfünfzig Hektar große Rafflesia Waldschutzgebiet und die Mawah Wasserfälle am Rade des Crocker Range National Park.

Außerhalb von Kota Kinabalu

Mit einer Höhe von 4.093 Metern ist der Mount Kinabalu, einer der höchsten Berge in Südostasien, der die Landschaft des Kinabalu National Park, ein rund siebenhundertfünfzig Quadratkilometer großes Waldschutzgebiet, beherrscht und ca. neunzig Kilometer nordöstlich von Kota Kinabalu liegt, wobei für die Fahrt bis zur Parkverwaltung auf 1.558 Metern, die Tagestemperaturen liegen hier bei ca. 13 °C bis 20 °C, bereits mindestens zwei Stunden einkalkuliert werden sollten.

Der Kinabalu National Park ist nicht nur für Bergsteiger, sondern auch für Naturfreunde ein beliebtes Ziel, schließlich ist hier die ungestörte Beobachtung von Vögeln, Schmetterlingen ebenso möglich wie die Bewunderung der besonderen Fauna und Flora. Die biologische Vielfalt des Parks reicht von der Tier- und Pflanzenwelt des Tiefland-Regenwaldes über die Bergeichen der gemäßigten Zone bis hin zu den Alpenkoniferen. Der Weg zum Gipfel des Mount Kinabalu und zurück dauert je nach Wetter und persönlicher Fitness zwei oder drei Tage aber auch die Dschungelpfade rund um die Parkverwaltung sind ein Erlebnis.

Ost-Sabah & Sandakan

Das rund vierhundert Kilometer östlich von Sabah, an einer Bucht an der Nordostküste von Sabah mit Blick über die Sulu See gelegene Sandakan wird gerne auch als das Tor in das wilde Borneo bezeichnet und ist eine lebhafte Hafenstadt wo insbesondere Holz und Rattan verladen werden.

© Malaysia Tourism. Zu den beliebtesten Zielen gehört das Orang-Utan Schutz- gebiet Sepilok südwestlich von Sandakan.

Die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind neueren Datums, wie die Kirche St. Michael und die All Angels Kirche, der Tempel der Göttin des Mitleids, der buddhistische Puu Jih Shih Tempel sowie die Sandakan Moschee, das Australische Denkmal und der japanische Friedhof.

Von Sandakan aus kann man an einem Nachmittag einen attraktiven Bootsausflug quer über die Bucht von Sandakan zur Mündung des Flusses Kinabatangan und weiter zur ersten Ansiedlung bei Kampung Abi unternehmen. Bemerkenswert ist auch, dass der Kinabatangan der längste Fluss von Sabah ist und für die Entwässerung von annähernd 16.000 Quadratkilometer sorgt und insbesondere am Unterlauf, rund drei Bootsstunden von Sandakan entfernt, einer faszinierenden Tierwelt das Überleben sichert.

Ein idealer Ort für Picknick oder Badeausflug sind die vor Sanadakan gelegenen Berhala Inseln, die leicht mit dem Motorboot zu erreichen sind. Fotografen bieten sich darüber hinaus fantastische Motive vom Leuchtturm auf dem höchsten Punkt der Insel. Eine weitere, bekannte Inselformation sind die ein bis drei Stunden entfernten Schildkröten Inseln des Turtle Island Park, wo von Juli bis Oktober Grün- und Falkenschnabel-Schildkröten zur Eiablage den Inseln einen Besuch abstatten.

Zu den beliebtesten Zielen gehört jedoch das Orang-Utan Schutzgebiet Sepilok südwestlich von Sandakan. Hier kann beobachtet werden wie Menschen die Affen behutsam auf ihre Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereiten. Idealer Besuchszeitpunkt der rund 20 Gehminuten von der Parkverwaltung entfernten Beobachtungsstation ist zwischen 10:00 Uhr und 14:30 Uhr, wenn die doch recht scheuen Tiere aus den Wäldern kommen um sich ihre tägliche Futterration abzuholen.

© Malaysia Tourism. Mit einer Höhe von 4.093 Metern ist der Mount Kinabalu, einer der höchsten Berge in Südostasien.

Die beiden dreißig Kilometer von Sandakan im Süden gelegenen Höhlen von Gomantong, für deren Besuch man einen ganzen Tag veranschlagen sollte, werden von rund einer Million Mauersegler bewohnt, wobei die Schwarzvogelnester in der zehn Minuten vom Anmeldezentrum entfernten Simud Hitam Höhle als weitaus weniger wertvoll gelten als die Weißvogelnester, der weiter innen liegenden Simud Putih Höhle. Zwei Mal im Jahr werden die Nester von lizenzierten Sammlern unter zu Hilfenahme von Rattanleitern und Bambusstäben geerntet.

Süd-Sabah & Tawau

Einer einzigen Plantage ähnelnd, auf der dank des nährstoffreichen Vulkanbodens Kautschuk, Kopra, Kakao und Ölpalmen prächtig gedeihen, liegt Tawau an der südöstlichen Ecke des Bundesstaates an einem Küstenabschnitt. Es gibt eine schöne Moschee und einen Straßenzug mit Geschäften unter schattigen Markisen. Der Hafen von Tawau mit seinen lebhaften Kais und dem quirligen Fischmarkt als Zentrum ist die letzte Anfahrtsstelle bevor man nach Indonesien kommt. Im nahe gelegenen Tawau Hills Park bieten sich dem Besucher herrliche Ausblicke – Schwimmen, Picknicken und Baden in einer heißen Quelle ist ebenfalls möglich.

Das östlich von Tawau auf einer Halbinsel gelegene Semporna, früher ein bescheidenes Fischerdorf, hat sich zum Zentrum für Meerestouristik entwickelt, das kaum mehr Wünsche offen lässt: Man kann hier Tauchen, Boot und Wasserski fahren oder auf einer der vorgelagerten Insel den Tag verbringen. Eine japanische Station für Perlenkulturen liegt af der von Semporna mit dem Motorboot erreichbaren Vulkaninsel Pulau Bohey Dulang.

Nördlich von Tawau bzw. etwas mehr als achtzig Kilometer südwestlich von Lahat Datu liegt die Danum Valley Conservation Area, ein Reservat mit einem reichen Wildbestand wie dem Sumatra Rhinozeros aber auch Orang Utans, Gibbons und Bartschweine haben hier ebenso eine Heimat gefunden wie über zweihundertsiebzig Vogelarten.

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