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Reiseziele: Johor Bahru und Malacca

Besucher der südlichen Bundesstaaten von Malaysia – Malacca und Johor Bahru – werden sich dem Hauch der Geschichte nicht entziehen können, der in dieser saftig grünen Landschaft überall fühlbar ist.

© Malaysia Tourism. Baba und Nyonya Heimatmuseum in Malacca.

Vor allem Malacca bietet ein reiches multikulturelles Erbe das sich in einer Mischung aus Traditionen, Speisen, Festen, Tänzen, Gebäuden und Lebensart lebhaft ausdrückt während der Reiz von Johor Bahru über den ersten Eindruck beim Blick auf die riesigen Obst- und Ölpalmenplantagen hinausgeht.
Johor Bahru: Dank seiner Nähe zu Singapur gilt Johor Bahru auch als das “Tor im Süden” von Malaysia. Die charmante Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates ist nicht nur eine pulsierende Wirtschaftszentrum, sondern zugleich auch beliebtes Reiseziel für einen Abstecher von Singapur nach Malaysia.

Zu den Höhepunkten eines Besuches zählen die Sultan Abu Bakar Moschee, nicht weit vom Großen Palast entfernt, auf einem Hügel gelegen, die 1900 fertig gestellt wurde und zu den schönsten von Malaysia zählt ebenso wie das Sultan Abu Bakar Museum, das 1866 ursprünglich aus Hauptpalast errichtet wurde. Hier ist nicht nur eine eindrucksvolle Sammlung seltener Schätze zu besichtigen, sondern auch die Palastgärten mit einem großzügigen japanischen Garten. Der 32 Meter hohe Turm des Istana Bukit Serne – der Residenz des amtierenden Sultans (die nicht Besicht werden kann) – ist zugleich Wahrzeichen der Stadt ebenso wie das imposante Gebäude des Bangunan Sultan Ibrahim, das einheimische und koloniale Einflüsse deutlich erkennen lässt und seit 1940 die Ämter der Staatsregierung beherbergt.

Ein beliebter Treffpunkt für einen abendlichen Bummel, um den Sonnenuntergang zu genießen oder einen Spaziergang zum nahe gelegenen Tebrau Strand zu unternehmen ist “Dataran Bandaraya” (dt. Marktplatz) mit Minarett, Brunnen und Uhrenturm nebst zahlreichen Verkaufsständen und Kunsthandwerksläden an den Seiten des Platzes.

Johor Lama: Der rund 30 Kilometer von Jahor Bahru entfernte Ort Johor Lama gilt als Leckerbissen für alle geschichtlich interessierten Besucher befand sich doch hier bis 1587 der Sitz des Sultans von Johor bis Unstimmigkeiten zwischen dem Sultanat und den Portugiesen zu einem Angriff auf Johor Lama führten. Mit einer kleinen Flotte und 500 Mann attakierten die Portugiesen das Fort Johor im Jahre und in der Folge verlor es an Bedeutung und Johor Bahru löste es als Hauptstadt ab.

Am Ende des zentralen Platzes, liegt unübersehbar die in leuchtendem Rot gehaltene Christuskirche von Malacca.

Kukup: Das nahe der Südwestspitze der Halbinsel bzw. 20 Kilometer von Pontian entfernt gelegene Fischerdörfchen ist nicht nur bekannte für seine Häuser, die größtenteils auf Stelzen errichtet wurden, sondern auch für seine Fischfarmen und man besucht den Ort insbesondere wegen der Restaurants in denen insbesondere Krebse, Fische und Krabben serviert werden.

Muar: An der Küstenstrasse entlang schlängelt sich das pittoresk an einer Flussmündung gelegene Städtchen Muar bzw. Bandar Maharani – ideal für einen kleinen Zwischenaufenthalt auf der Fahrt von Johor Bahru nach Kuala Lumpur, wird es doch hinsichtlich Geographie, Kultur und Geschichte gerne mit Malacca verglichen. Zugleich ist es auch Ausgangspunkt für Wandertouren auf den 1.276 Meter hohen Gunung Ledang bzw. Mount Ophir, einem der beliebtesten Wanderziele in der Region. Darüber hinaus gilt Muar auch als Heimat der Ghazal-Musik, einer Spielart der klassischen malaiischen Musik und mit etwas Glück kann man Aufführungen des Kuda Kepang Tanzes erleben, eine Tanzform die heute fast nicht mehr praktiziert wird.

Malacca: Das rund vier Autostunden von Singapur bzw. Kuala Lumpur entfernte Malacca zählt zu den Höhepunkten einer jeden Reise durch den Süden von Malaysia. Gegründet von einem exilierten Prinzen entwickelte sich Melaka rasch zu einem der wichtigsten Handelsposten zwischen West und Ost, der rasch das Interesse der Kolonialmächte erregte, so dass Melaka in die Hände von drei Kolonialmächten (Portugal, Holland und England) fiel. Einige Stadtteile konnten jedoch – dank der von früheren Herrschern zurückgelassenen Gebäude und deren Architektur – den Charme vergangener Zeiten bewahren. Die Altstadt von Melaka ist ziemlich kompakt und viele Attraktionen liegen versteckt in den zum Teil engen Gassen, wobei ein Großteil bequem zu Fuß zwischen Town Square und dem Flussufer erreicht werden kann.

Einer der Höhepunkte eines Besuches von Malacca ist das auf dem Town Square gelegene Stadthaus, das dank seiner schweren Tore und der markanten roten Mauern zu den imposantesten Überbleibseln holländischer Herrschaft zählt. Das zwischen 1641 und 1660 errichtete Gebäude zählt heute zu den ältesten von den Holländern errichteten Gebäude in Südostasien. Einst Wohnsitz der Gouverneure beherbergt es heute das Historische-, das Ethnographische- und das Literaturmuseum wo die Geschichte der Stadt u.a. anhand von Landkarten, Lithographien, Ölgemälden und Fotographien anschaulich dargestellt wird.

Zu den Höhepunkten eines Besuches von Malacca gehört der 1646 als erster chinesischer Tempel in Malaysia ge- gründete Cheng Hoo Teng Tempel.

Vom Stadthaus aus führen Treppenstufen hinauf zu den Ruinen der Kirche St. Paul, deren Bau 1521 vom portugiesischen Kapitän Duarte Coelho begonnen und schließlich von den Holländern fertig gestellt wurde aber ab 1753 das Areal als Friedhof für Verstorbene vornehmer Familien nutzten. Die offene Gruft der Kirche ist die Ruhestätte von St. Francis Xavier, der hier vor der Überführung nach Goa 1553 bestattet wurde. Hügelabwärts erreichen Sie die Überreste der portugiesischen Festung A’Formosa bzw. Porta de Santiago, die Alfonso d’Albuquerque errichten ließ und nach der Belagerung durch die Holländer 1641 schwer beschädigt wurde. Nicht weit von hier entfernt liegt das Kulturmuseum in einem hölzernen Nachbau des Palastes des Sultan von Malacca, der nach dem Vorbild der Beschreibungen des Originalpalastes aus dem 15. Jahrhundert rekonstruiert wurde. Nicht weit dem Stadthaus, am Ende des zentralen Platzes, liegt unübersehbar die in leuchtendem Rot gehaltene Christuskirche, die 1753 St. Paul als Hauptgotteshaus ablöste.

Die westlich des Malacca River gelegene Chinatown zählt zu den farbenprächtigsten und auch lebhaftesten Vierteln der Stadt wo auch heute noch viel vom Malacca längst vergangener Zeiten zu spüren ist. So ist die Jalan Hang Jebat, besser auch als Jonkers Street bekannt, unter Sammlern von Antiquitäten berühmt als eine der besten Quellen in der Region. Direkt im Herzen der Chinatown liegt die Kampung Hulu Moschee. Das 1728 erbaute Gotteshaus ist nicht nur ein typisches Beispiel für den einzigartigen Baustil, den man nur in Malacca findet, sondern zählt zugleich auch zu den ältesten Moscheen von Malaysia.

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Das Baba und Nyonya Heimatmuseum an der Jalan Tun Tan Cheng Lock ist in einem klassischen Peranakan Haus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und bietet einen Einblick in die Kultur der eingewanderten Chinesen. Typisch für diese in einer Art Barockstil gehaltenen Häuser ist, dass man von den Innenräumen auf einen offenen Innenhof blickt. Die reich verzierten Möbel – meist aus chinesischem Rosenholz – zeigen deutlich eine Mischung chinesischer, viktorianischer und europäischer Einflüsse. Darüber hinaus ist u.a. kostbares Nyonya-Porzellan zu bestaunen.

Zu den Höhepunkten eines Besuches von Malacca gehört der 1646 als erster chinesischer Tempel in Malaysia gegründete Cheng Hoo Teng Tempel. Eine Inschrift erinnert an den ersten Besuch von Admiral Cheng Ho, dem Gesandten der Ming-Dynastie. Das Tempeldach ist mit chinesischen Fabelwesen aus Porzellan- und Glasscherben geschmückt und auch das Innere – mit den drei Altären für die Lehren des Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus ist reich verziert, wobei nahezu alle verwendeten Materialien aus China stammen.

In Tranquerah, einem Viertel an der Straße nach Port Dickson, mit seinen interessanten Wohnhäusern steht die gleichnamige, 150 Jahre alte Moschee mit ihrem mehrstufigen quadratischen Dach das sich an den Baustil von Sumatra anlehnt. Die Einzigartigkeit des Gebäudes liegt in dem Umstand, dass es eine Pagode anstelle eines Minaretts hat und des Weiteren das Hauptgebäude pyramidenförmig ist. Auf dem Gelände ist darüber hinaus Sultan Hussain von Johore bestattet, der 1819 den Vertrag zur Übergabe von Singapur an Sir Stamford Raffles unterzeichnete.

Besucher die Malacca nicht nur für einen Tagesausflug besuchen sollten einen abendlichen Besuch des Portugues Square – rund drei Kilometer östlich des Stadtzentrum gelegen – nicht vermissen, der Ende der achtziger Jahre im Stile eine typischen “Mercado” gestaltet wurde. Zahlreiche Restaurants laden ebenso zum Verweilen ein wie das um den Platz herum gruppierte typische Fischerdorf oder -kampung. Abwechslung bietet auch eine Flussfahrt auf dem Malacca-River (Karten erhalten Sie am Quai hinter dem Fremdenverkehrsamt). Die Dreiviertelstunde lange Fahrt führt durch die Innenstadt, wo man ältere Godows und Fischmärkte sehen kann bevor man ein typisches malaiisches Kampung Haus bei Kampung Morten passiert. Bei der Rückfahrt hat man einen Blick auf die flussabärts gelegenen Werften.

 
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