«Bangkok hier lebe ich. Ganz nah bei den Knochen, unter der samtenen Haut.» Christopher G. Moore
Teakholz-Elefanten sind kostbar. Noch kostbarer, wenn ihr Inneres mit weißen Substanzen gefüllt ist. Dann sind sie, besonders in Bangkok, ausgesprochen tödlich.
Vincent Calvino stammt eigentlich aus Brooklyn. Er war ein Anwalt auf dem steilen Weg nach oben, bis er sich mit den falschen Leuten anlegte. Deswegen ist er jetzt Privatdetektiv in
Bangkok. Zusammen mit seinem thailändischen Freund Pratt, dem hohen Polizeibeamten, mischt er Bangkoks Unter-, Ober- und Halbwelten auf. Nicht immer zur Freude derjenigen, die in Südostasien die ganz großen Räder zwischen
Hongkong, Tokio und
Hanoi drehen.
«Haus der Geister» ist Calvinos erster Auftritt und zeigt schon alle Vorzüge der Serie. Diese Thriller um Geld, Gier, Liebe und Big Business basieren auf prächtigen und genauen Schilderungen des gesamten südostasiatischen Raums. Calvino und der Shakespeare zitierende und Saxophon spielende Pratt sind ein smartes literarisches Duo, das von lakonischen Dialogen lebt.
Calvino und Pratt bekommen in «Nana Plaza» Verstärkung aus Los Angeles: Jessada Santisak ist zwar Thai, aber auch Cop beim LAPD. In Bangkok sterben auffällig viele amerikanische Touristen mit einer Nadel im Arm. Fast sieht es so aus, als ob ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Aber das wäre zu einfach, zumal noch ein merkwürdiger Anwalt aus Kalifornien einfliegt, um einen Grundstücksdeal abzuwickeln. Während
Bangkok im Schlamm der Regenzeit versinkt und jeder Ecke Bomben hochgehen, haben Calvino und die Seinen ganz schön zu rudern, um in dem Chaos wenigstens den Kopf über Wasser zu halten.
Christopher G. Moore war früher Juraprofessor, bis er Theaterautor und später Romancier wurde. Der gebürtige Kanadier kam mit zwei Koffern nach
Bangkok und avancierte schnell zum Kultautor. Moore arbeitet an der Calvino-Serie weiter und ist, wenn nicht in Bangkok, in Manila oder Oxford anzutreffen. Seine Bücher finden seit neuestem auch in
China großen Anklang.
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