Das Museum der Kulturen in Basel präsentierte eine der bedeutensten Sammlungen zur Balinesischen Kultur außerhalb Indonesiens, die von zwei weiteren Sonderausstellungen abgerundet wurde.
Dem Museum der Kulturen in Basel ist es, auf Basis der Arbeit von Paul Wirz, der bereits 1919 begann die materielle Kultur der "Insel der Götter" ("Nusa Dewata") zu sammeln und zu dokumentieren (erinnert sei nur an seine Standardwerke über den Reisanbau und den Totenkult der Hindu-Balinesen), gelungen eine der bedeutensten Sammlungen der Welt mit rund 5000 Objekten, Filmen, Fotos und Tonquellen aufzubauen. Trotz ihrer internationalen Reputation ist die Sammlung jedoch bisher nur zwei Mal im Rahmen von Sonderausstellungen (1955 und 1983) gezeigt worden. Besonderes Augenmerk der Ausstellung "Bali - Insel der Götter" liegt auf der Vermittlung der magischen Ausstrahlung einer einzigartigen Kultur, deren Triebkraft auch und gerade im Zeilalter der Moderne Religion und Ritus ist. Gerade dieses Wechselspiel wird an der Vielfalt der Objekte aus
Bali besonders deutlich, die einen Bogen spannen von der alten vorgeschichtlichen Agrarkultur bis zur höfischen Kunst und Kultur des Majapahit-Reiches. Wesentliche Teile widmen sich dabei insbesondere den fundamentalen Konzepten der balinesischen Religion, einer Symbiose alter Glaubensvorstellungen mit denen des Hinduismus und des Buddhismus. Vertiefende Einblicke in Tradition und Gegenwart balinesischer Kultur erlauben zwei ergänzende Sonderausstellungen: "In Gold und Seide - Fürstliche Textilien aus Bali" porträtiert die schimmernden balinesischen Seidenstoffe und ihre adeligen Träger während in "Bali - Leben in zwei Welten" der Fotograf Rama Surya ein Panorama des Alltags des heutigen
Bali's im Zeichen der Globalisierung einfängt. Eine Ausstellung des Museum der Kulturen Basel (Augustinergasse 2, 4001 Basel,
www.mkb.ch).
Angela Hobart, Urs Ramseyer, Albert Leemann:
The Peoples of Bali.
Gr. 8°. Blackwell Publishers August 1996.
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